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Seit fünf Jahren gewinnt das Thema Elektromobilität in den Medien stark an Bedeutung. Forscher aus Berlin haben Fragen dazu näher untersucht.
Mehr als nur ein Hype: Seit fünf Jahren gewinnt das Thema Elektromobilität in den Medien stark an Bedeutung. Laut der aktuellen Studie „Elektromobilität – Hoffnungsträger oder Luftschloss. Eine akteurszentrierte Diskursanalyse über die Elektromobilität 1990 bis 2010“ der Technischen Universität Berlin ist die Presse regelrecht „elektrifiziert“ und berichtet seit 2007 zunehmend intensiver über das Thema. Besonders interessant: Solch ein ausgeprägtes Medieninteresse an Elektromobilität gab es schon einmal – und zwar vor ungefähr 15 Jahren. Damals endete die Diskussion um elektrisch betriebene Transportmittel allerdings genauso schnell, wie sie entbrannte. Woran lag das? Und warum hält die aktuelle Diskussion bereits so lange an? Forscher aus Berlin haben diese Fragen näher untersucht.
Auf der Grundlage von rund 1.000 recherchierten Artikeln verglichen die Verkehrsforscher den Medienhype in den 1990er-Jahren mit der aktuellen Debatte. Das Ergebnis ist erstaunlich: Auslöser für das gestiegene Interesse war in beiden Fällen die Mischung aus Wirtschaftskrise und einer in der Öffentlichkeit intensiv geführten Umweltdebatte. Vor allem Letztere zeigte deutliche Auswirkungen auf die Automobilbranche. Diese Ausgangssituation ebnete damals und heute den Weg für den medialen Aufschwung des Themas Elektromobilität. Mit einem entscheidenden Unterschied: Damals ließ die Politik das Thema schnell wieder fallen, die Zeit schien vielen noch nicht reif. Das ist heute anders: Der Einsatz der Politik für die Elektromobilität ist deutlich gestiegen und macht das Thema langfristig zu einem „Hot Topic“.
Die ergriffenen Maßnahmen sind vielfältig – ein Beispiel ist das ausgeschriebene Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Einigen Automobilexperten, wie beispielsweise Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, dauert die Umsetzung solcher Programme allerdings noch immer zu lang. Andere fordern von der Politik zusätzliches Engagement – und wünschen sich steuerliche Vorteile für die Käufer von E-Autos. Alles in allem zeigt sich: Es bewegt sich was in Deutschland. Und das ist auch der Grund, weshalb das Medieninteresse 2012 aller Voraussicht nach groß bleiben wird, trotz bisher zurückhaltender Verkaufszahlen bei E-Autos. Genau die könnten 2012 aber steigen: Renault schickt gleich vier elektrische Neuzugänge in den Handel, hinzu kommen der Nissan Leaf und im Sommer auch noch der elektrische Smart. Allein dies wird den Medien reichlich Gesprächsstoff bieten.
Kategorien: Energie - Nachhaltige Mobilität - Elektrofahrzeuge
Schlagwort: Umwelt
KALENDER
14 - 16 Sep 2012
Bertha Benz Challenge – Nachhaltige Mobilität auf der ältesten Automobilstraße der Welt
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