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Laurent Wauquiez, der französische Europaminister, sprach Mittwoch Abend vor den Teilnehmern der Challenge Bibendum über Mobilitätsfragen.
„Ohne europäische Absprache kann es keine Lösung für die Herausforderungen der nachhaltigen Mobilität geben“, diese Meinung vertrat gestern Abend Laurent Wauquiez. Frankreichs EU-Minister war eingeladen, vor den Teilnehmern der Challenge Bibendum seine Sicht vom Verkehr der Zukunft darzulegen, und rief die Hersteller auf, die Verbesserung der Sicherheit bei ihren Nachhaltigkeitsprojekten nicht aus den Augen zu verlieren. Laurent Wauquiez erinnerte daran, dass in Frankreich die Zahl der Unfalltoten innerhalb von zehn Jahren um die Hälfte gesenkt wurde, und ermutigte die Kfz-Hersteller und -Ausstatter, weitere Anstrengungen in diesem Bereich zu unternehmen. „Die Regierungen der EU müssen sich ihrerseits absprechen, um eine verstärkte Harmonisierung der Straßenverkehrssicherheit zu erreichen und beispielsweise über europaweite Sanktionen für am Steuer begangene Delikte nachzudenken“, fügte er hinzu.
In puncto Umweltschutz hat die EU einen gezielten Fahrplan zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen aufgestellt. „Die Unternehmen dürfen diese Ziele nicht als Zwangsmaßnahmen ansehen. Es liegt an uns, der öffentlichen Hand, erkennbare Zeichen zu setzen, damit die Hersteller unsere Erwartungen antizipieren können“, räumte der Minister ein. Er erinnerte an das Beispiel der Stadt Detroit, die von der Schließung ihrer Fertigungslinien hart getroffen wurde, da sie Entwicklungen von Markt und Gesellschaft nicht vorausgesehen hatte.
Deshalb kommt einer Industriepolitik, die sich nicht auf den nationalen Bereich beschränkt, hohe Bedeutung zu. Ein Beispiel dafür ist das Jahr 2009, als jede nationale Regierung getrennte Initiativen ergriff, um ihre eigenen Hersteller zu unterstützen. „Europa braucht eine gemeinsame Industrielogik, um europäische Spitzenreiter zu fördern. Die EU muss Forschungsmittel zusammenlegen und dafür sorgen, dass Konfrontationen bei der Definition von Normen zur nachhaltigen Mobilität vermieden werden.“
Der französische Europaminister schloss seine Rede mit einem Versprechen: Er möchte sich verstärkt dafür einsetzen, die allgemeine Verbreitung von sauberen Fahrzeugen zu unterstützen, entwickelt von Kfz-Herstellern mittels hoher Forschungsinvestitionen: „Europa bekam schon sehr früh die Explosion der Bevölkerungsdichte zu spüren. Gleichzeitig hat dieser Kontinent am meisten für den Umweltschutz unternommen. Daher ist es logisch, dass die Europäer auch Vorreiter bei der nachhaltigen Mobilität sind.“
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